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Unterstützen – einmischen - miterziehen?

Wie Eltern und Großeltern „Hand in Hand " erziehen können
Unterstützen – einmischen - miterziehen?
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Zu viele Süßigkeiten, zu lange fernsehen, nicht abgesprochene Geschenke wie ein Smartphone: Wenn Oma und Opa öfter auf die Kinder aufpassen, kann es zu Konfliktsituationen kommen. Deshalb bietet die Familienbildungsstätte Limburg erstmals einen „Kess- erziehen“-Kurs für Eltern und Großeltern an. Der Kurs „Hand in Hand“ findet an drei Abenden im August (15., 22. und 29.8.2018) in den Räumen der Familienbildungsstätte in Hadamar (Bernadusweg 6) statt. Von jeweils 18:00 bis 20:00 Uhr lernen Eltern und Großeltern, wie ein gutes Miteinander bei der Betreuung und Erziehung gelingen kann.

„Gemeinsam machen sich Großeltern und Eltern auf den Weg, das Verhalten der Kinder besser verstehen zu lernen und angemessen zu reagieren, Grenzen zu achten und Kooperationen zu entwickeln, aber auch auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten“, erklärt die Kursleiterin Jutta Laux. „Ganz wichtig dabei ist eine gute Kommunikation und der Austausch über die eigenen Vorstellungen bei der Betreuung“, erklärt die Diplom-Sozialpädagogin. Im Mittelpunkt stehe dabei immer das Wohl des Kindes.

Kinder ganz klar die Gewinner

Wegweisend für ein gutes Miteinander sei das Konzept von „Kess-erziehen“. Die Buchstaben KESS stehen für kooperativ, ermutigend, sozial und situationsorientiert. „Das ist keine Methode, sondern eine Haltung“, erklärt Laux, die bereits seit mehr als zehn Jahren Kess-Kurse leitet. „Großeltern und Eltern brauchen beide die gleichen Hintergrundinfos, was ein Kind braucht – zum Beispiel für ein gutes Selbstwertgefühl oder das Vertrauen in eigene Stärken.“ Wenn die Erziehung „Hand in Hand“ funktioniere, seien die Kinder ganz klar die Gewinner. Aber auch für Eltern und Großeltern sei alleine diese gemeinsame Basis ein großer Gewinn.

„Das neue Angebot will auch das Verständnis füreinander fördern. Deshalb bringen wir die Generationen miteinander ins Gespräch“, ergänzt Heike Margraf, Leiterin der katholischen Familienbildungsstätte. Denn eins sollte auf keinen Fall verlorengehen: Die Freude am gemeinsamen Erziehen und ein wertschätzendes, liebevolles Miteinander. Dabei halte der Kurs auch Strategien für Konfliktsituationen bereit. Für Eltern und Großeltern solle der Kurs spürbar zu einer Stärkung und Entlastung beitragen, so Margraf.

Kess: Mehr Freude und weniger Stress

Kess-erziehen ist ein evaluierter und in der Familienbildung seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführter Elternkurs. Ziel des Angebots ist unter anderem „mehr Freude und weniger Stress“. „Kess-erziehen – Hand in Hand“ ist ein neues Format, das von der Arbeitsgemeinschaft katholischer Familienbildung e.V.  in Bonn entwickelt wurde. Ebenfalls im Angebot sind unter anderem die Kurse „Kess-erziehen – mit Handicap“ oder auch „Kess-erziehen – Pubertät“.

Anmeldungen bis zum 6. August 2018

Anmeldung und weitere Informationen zum Elternkurs „Kess-erziehen – Hand in Hand“ hier. (fl)